In fünf Schritten zur Lösung

 
Eine Mediation läuft üblicherweise in fünf Schritten ab. Zum Start verschaffe ich mir einen Überblick zum vorliegenden Streitfall und entscheide zusammen mit Ihnen, ob die Beilegung Ihres Konflikts im Rahmen einer Mediation möglich und sinnvoll ist. Wenn sich etwa abzeichnen sollte, dass eine oder beide Parteien nicht an einer einvernehmlichen Lösung arbeiten wollen oder können, ist eine anderweitige Streitbeilegung anzuraten, zum Beispiel auf juristischem Wege.

Von der eigenen Position zum Perspektivwechsel
Wenn sich alle Beteiligten einig sind, dass eine Zusammenarbeit im Rahmen einer Mediation gewünscht wird, unterzeichnen wir einen Mediationsvertrag. Sodann besprechen wir in einem zweiten Schritt die Themen, die Ihnen besonders wichtig sind und die Sie später in der Abschlussvereinbarung wiederfinden möchten. Im dritten Schritt versuchen wir zum Kern des Konflikts vorzudringen: Welche Interessen stehen hinter Ihren Positionen? Ist es möglich, auch einmal die Perspektive zu wechseln und den Konflikt mit den Augen des Gegenübers zu betrachten? Gibt es womöglich sogar gemeinsame Interessen, die bislang verborgen geblieben waren?

Ihre Lösung ist die Lösung!
Im vierten Schritt sammeln Sie Lösungsansätze – gemeinsam, ohne Vorgaben von meiner Seite (anders als bei Schlichtern oder Schiedsleuten üblich). Denn: Nur solche Lösungen erweisen sich später als tragfähig, die Sie selbst erarbeitet haben. Ich begleite Sie dabei und unterstütze Sie bei einer Strukturierung der Lösungsvorschläge. Ich moderiere also den Prozess der Entscheidungsfindung, unabhängig und allparteilich. Wenn Einigkeit erzielt und eine passende Lösung gefunden wurde, setzen wir im fünften Schritt des Verfahrens eine Abschlussvereinbarung auf. Falls gewünscht, treffen wir uns einige Zeit später erneut, um die Tragfähigkeit der Vereinbarung zu prüfen. 

Wenn sich abzeichnen sollte, dass eine Einigung schneller möglich ist als zunächst gedacht, kann das Verfahren auch abgekürzt werden. Kein Streit ist wie der andere; Ihre ganz individuellen Belange und Wünsche stehen im Vordergrund.  Das gilt auch für eine Konfliktanalyse außerhalb des konkreten Rahmens einer Mediation. 

Übrigens: Es steht Ihnen vor, während und nach der Mediation jederzeit frei, sich beraten zu lassen – sei es von einem Gutachter, einer Juristin, einem Freund oder Familienmitglied. Sollte sich herausstellen, dass eine Mediation doch nicht der geeignete Weg für Sie ist, stehen Ihnen andere Wege (eine Klage, eine Schlichtung etc.) selbstverständlich weiterhin offen.